Home Inhalt Neues Impressum Datenschutz Anfahrt Download Termine

Aktuelles
Seelsorger
Gottesdienste
Sakramente
Projekte
Einrichtungen
Gremien
Gruppierungen
Musik
Bildergalerie
Geschichte
Praevention
Links


Zurück • Wort-zum-Sonntag • Corona-Pandemie • Zukunft der Gemeinde • Proklamandum 01.2020 • Trauer-Cafe • Flüchtlingshilfe

Worte zum Sonntag 13. September

Auch weiterhin möchten wir Euch/Sie weiterhin zum „getrennt-gemeinsamen“ Gebet und zur Bibelbetrachtung einladen. Mit dem Wort zum Sonntag wollen wir unseren Zusammenhalt im Gebet vertiefen, wenn wir gemeinsam, egal an welchem Ort, im Geiste Gottes versammelt sind.

Liebe Gemeindemitglieder,

der Evangelist Matthäus, in dem wir in diesem Jahr lesen, muss beeindruckt gewesen sein von den vielen Wegen, auf denen das Leben von Menschen fehlgehen kann, von verschuldetem oder unverschuldetem Scheitern, von den Verletzungen, die sich Menschen zufügen, und von der Schuld, die viele tragen.

So ist sie, unsere Welt, und so sind wir Menschen, mitten darin: Unvollkommen, fehlerhaft, am Glück vorbei zielend – so scheint Matthäus es zu sehen. Aber er findet sich nicht lakonisch damit ab. Er brennt darauf, seinen Leserinnen und Lesern den Weg aus dieser Sackgasse zu verkünden. Und dieser Weg heißt: Vergebung.

Vergebung ist eines der wichtigsten Anliegen Jesu. Darauf weist Matthaus vielfach hin. Weil Vergebung so etwas wie Weckung neuen Lebens ist. Weil Vergebung aus dem Fehlgehen befreit. Weil Vergebung neue Anfänge, neue Wege eröffnet. Untereinander sollen Menschen so lebenweckend sein, wünscht sich Jesus. Aber vor allem bezeugt er, dass der Ich-bin-da Vergebung schenkt, weil Er nicht will, dass Menschen zugrunde gehen an ihrer Schuld und ihrem Scheitern, sondern weil Er in ihnen immer neu Leben wecken will.

Das kommt bewegend im Gleichnis für diesen Sonntag zum Ausdruck (Matthäus 18, 21-35, dazu die alttestamentliche Lesung Jesus Sirach 27, 30 - 28, 7).

Ein Provinzverwalter (im Evangelientext als „Knecht“ bezeichnet) ist millionenfach bei seinem König verschuldet. Bei der Abrechnung wird verfügt, dass er in Schuldsklaverei genommen wird und mit ihm seine ganze Familie. Denn niemals wird er diese Riesenschuld begleichen können. Er wird jetzt lebenslang härteste Arbeit für nichts leisten müssen. Seine ganze Existenz ist ruiniert.

Man kann sagen: Seine Lage ist vollkommen aussichtslos. Sein Leben ist zerstört, und es besteht kein Funke Hoffnung, dass sich das noch mal ändert. Das war in Israel im Jahr 30 n. Chr. gültiges Recht. Als der Provinzverwalter dann auf die Knie fällt und den König anfleht, es doch nicht dabei zu belassen, regt sich in dessen Herzen etwas, das für Potentaten aller Zeiten völlig atypisch ist: Er fühlt Mitleid! In ihm entsteht Mitgefühl für dieses arme Geschöpf am Ende aller Träume. In ihm wächst der Wille, dass der andere aus seinem Tod wieder ins Leben findet. Daher schenkt er ihm die gesamte Schuld von umgerechnet 40 Millionen Euro.

Ein solch lebenschaffender Akt erwächst aus dem Mitleid, aus dem Erbarmen. Der hebräische Begriff für „Erbarmen“ schließt eine körperliche Dimension ein: Die Not eines anderen greift einem Menschen an die Nieren, sie wühlt in seinem Inneren – das ist biblisch Barmherzigkeit: Eine Ergriffenheit in Leib und Seele, mit der das Schicksal eines anderen einen Menschen zutiefst anrührt und gar nicht tatenlos lassen kann. Und immer wird das Erbarmen zu einem schöpferischen Akt und weckt Leben. Das ist der Beweggrund für den schuldschenkenden König.

Das Evangelium erzählt uns diese Geschichte als eine Geschichte von Gott. Es will sagen: Es ist Gott selbst, dem das an die Nieren geht, wenn seine Menschen ihr Lebensglück verfehlen. Es ist Gott, der im Innersten angerührt ist, wenn ein Mensch nicht mehr weiterweiß. Und das bedeutet in der Konsequenz, dass jeder Mensch, auch jeder und jede von uns, von Gottes Erbarmen umgeben ist. Er will auch in uns immer neu Leben wecken aus dem Tod des Versagens.

Das Evangelium geht davon aus, dass Menschen in diesem Bewusstsein selbst zu mitfühlenden, barmherzigen Wesen werden, die ihrerseits anderen mit Güte und Vergebung begegnen und das Leben weitergeben, das ihnen geschenkt ist.

Die Geschichte schließt damit, dass dieser Vorgang bei dem Empfänger der Güte misslingt. Dieser Schluss aber wird erzählt, um Menschen aufzurütteln, um Hartherzigkeit und Herzensenge aufzubrechen und um sensibel zu machen für die Güte, die uns umgibt. Kein Mensch soll an seiner Herzenskälte zugrunde gehen. Das Vorzeichen vor jedem menschlichen Leben ist ein Plus: Güte, Wohlwollen und Erbarmen.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag!

Pfarrer Gerd Stratmann

 

Hier noch ein paar Informationen:

  • Dank Spenden aus der Gemeinde haben wir zu Gottesdienstbeginn in der Regel eine ausreichende Anzahl an Mundschutzmasken vorrätig. Sie brauchen also nicht extra wieder nach Hause zu fahren, wenn Sie ihre Maske vergessen haben :-)
     

  • Seelsorge-Telefon für Angehörige von Corona-Erkrankten:
    0202/43 04 57 15 oder die SeelsorgerInnen unserer Gemeinden.
     

  • Gottesdienste in Funk / Fernsehen / Internet: www.domradio.de überträgt täglich um 8.00 Uhr und 18.30 Uhr die Messe aus dem Kölner Dom. An Sonntagen wird um 10.00 Uhr übertragen. Unter http://www.kath-wuppertal.de wird weiterhin jeden Sonntag ab 8.00 Uhr eine Eucharistiefeier aus dem Wuppertaler Stadtgebiet ausgestrahlt. Das komplette Programm zu den Übertragungen finden Sie auf https://www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/ magazin/Live-Uebertragungen-der-Hl.-Messe-an-Sonntagen-und-Werktagen/

Sollten Sie interesse haben, das Wort zum Sonntag per E-Mail zu erhalten, dann melden Sie sich bitte formlos per E-Mail prboos(a)hedwig-st.de. Selbst verständlich gelten unsere Datenschutzregeln.

   

Wort zum Sonntag 13.09.2020

Wort zum Sonntag 06.09.2020

Wort zum Sonntag 30.08.2020

Wort zum Sonntag 23.08.2020

Wort zum Sonntag 16.08.2020

Wort zum Sonntag 09.08.2020

Wort zum Sonntag 02.08.2020

Wort zum Sonntag 26.07.2020

Wort zum Sonntag 19.07.2020

Wort zum Sonntag 12.07.2020

Wort zum Sonntag 05.07.2020

Wort zum Sonntag 28.06.2020

Wort zum Sonntag 21.06.2020

Wort zum Sonntag 14.06.2020

Wort zum Sonntag 07.06.2020

Wort zum Sonntag 31.05.2020

Wort zum Sonntag 24.05.2020

Wort zum Sonntag 17.05.2020

Wort zum Sonntag 10.05.2020

Wort zum Sonntag 03.05.2020

Wort zum Sonntag 26.04.2020

Wort zum Sonntag 19.04.2020

Wort zum Ostersonntag 12.04.2020

Wort zum Karfreitag 10.04.2020

Wort zum Gründonnerstag 09.04.2020

Wort zum Palmsonntag 05.04.2020

Wort zum Sonntag 29.03.2020

Wort zum Sonntag 22.03.2020

 

 
Senden Sie eine E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: webmaster(a)hl-ewalde.de 
Copyright seit © 2008 Hl. Ewalde
Stand: 11.09.2020