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Worte zum Sonntag 26. Juli

Auch an den Wochenenden der Sommerferien möchten wir Euch/Sie weiterhin zum „getrennt-gemeinsamen“ Gebet und zur Bibelbetrachtung einladen. Mit dem Wort zum Sonntag wollen wir unseren Zusammenhalt im Gebet vertiefen, wenn wir gemeinsam, egal an welchem Ort, im Geiste Gottes versammelt sind. Dazu folgende Gedanken von Pfarrer Benedikt Schmetz:

Liebe Christinnen und Christen, liebe Menschen auf den Südhöhen

Auch in dieser Woche fanden sich im Liturgischen Kalender wieder zwei Apostelfeste. Am 22. Juli das Fest der Maria Magdalena, der Apostolin der Apostel und am 25. Juli das des Jakobus des Älteren, das sicherlich „bekanntere“ Fest.

Viele Menschen feiern den Apostel Jakobus d.Ä. seit vielen Jahren verstärkt „indirekt“, denn seit des Pilgerbooms auf dem Jakobsweg und dem Aufblühen von Santiago de Compostela ist seine vermeintliche letzte Ruhestätte wieder ein großer Pilgerort. (Der allerdings durch die corona-bedingte dreimonatige Schließung des Camino zuletzt auch in Mitleidenschaft gezogen wurde.)

Der Apostel Jakobus d. Ä. war ein Sohn des Fischers Zebedäus und der ältere Bruder des Apostels Johannes. In den Evangelien fallen diese beiden der ersten Jünger Jesu wiederholt auf. Wegen ihres ungestümen Temperaments hat Jesus sie „Donnersöhne“ genannt. Jakobus war Zeuge der Verklärung Jesu und auch seines Gebets am Ölberg. Als Erster der Zwölf erlitt er den Märtyrertod; König Herodes Agrippa I. ließ ihn ums Jahr 44 mit dem Schwert hinrichten. Er war seit den Tagen der ersten Christen immer einer der führenden Menschen (Männer) unseres Glaubens. Ein weiter führender Mensch unseres Glaubens hingegen wurde häufig zurück gedrängt:

Maria Magdalena
Es wird klar berichtet, dass sie beim Kreuz Jesu stand, dass sie beim Begräbnis Jesu dabei war und am Ostermorgen zum Grab ging. Ihr ist der auferstandene Herr zuerst erschienen und hat sie mit der Osterbotschaft zu den Jüngern gesandt!

Doch dann schon wird es mit der Quellenlage schwierig:
Sie wird zwar im Lukasevangelium an erster Stelle unter den Frauen genannt, die Jesus geheilt hatte und die ihn dann begleiteten und unterstützten. Dass sie jedoch die Sünderin war, die Jesus die Füße wusch oder die Schwester der Marta und des Lazarus war, ist in der altkirchlichen Theologie seit Papst Gregor d. Großem erst „erfunden“ worden. So wurde in der Geschichte daraus ein Verschmelzen der Figur der Maria Magdalena mit verschiedenen Frauenfiguren und Bildern im Umfeld des Neuen Testaments, einhergehend mit einer moralischen Abwertung und Betonung ihres vermeintlichen sündhaften Wesens, woran sicherlich auch die Abwertung alles Weiblichen außerhalb und innerhalb der Kirche seinen großen Anteil trug. Selbst im 20./21. Jahrhundert waren und sind die ersten Assoziationen vieler Menschen, wenn sie von Maria Magdalena hören: „Ist das nicht die Sünderin...die Hure...die Geliebte von Jesus...usw.?“

Hier trat und tritt komplett in den Hintergrund, was Maria von Magdalena wirklich war:
Die erste Augenzeugin der Auferstehung, also: Die erste wirklich Glaubende, gläubige Christin, noch vor allen (männlich) Glaubenden, gläubigen Christen, die (wir) uns in der Geschichte und bis heute so unendlich wichtig genommen haben und nehmen und auch heute noch (unsere) männliche Sicht des Glaubens die Kirche(nstrukturen und -regeln) bestimmen lassen!

** An der Stelle möchte ich auf einen Kommentar hinweisen, den Kollege Peter Otten aus Köln zum derzeit viel diskutierten „Kebbekus-Video“ sehr gut erstellt hat**

Sachlich ist seit vielen Jahren (Jahrhunderten) bekannt, was alles richtig und was alles falsch in der Zuordnung der Maria Magdalena geschehen ist, und auch im Studium ist mir das auf der rationalen Ebene deutlich geworden. Auf der emotionalen Ebene ist es mir selber jedoch erst wirklich nahe gekommen, als ich den Film „Maria Magdalena“ von Regisseur Garth Davis aus dem Jahr 2016 gesehen habe:

Der Film wurde anlässlich der auf ausdrücklichen Wunsch von Papst Franziskus vorgenommen Umwandlung des bisherigen „gebotenen Gedenktages“ am 22. Juli in der katholischen Kirche in ein „Fest“ gedreht. Wer ihn noch nicht kennt, dem und der kann ich nur dringend empfehlen, ihn zu schauen. Zum einen wegen eines neuen Blicks auf die Rolle der Maria Magdalena und aller Frauen in der Verkündigung Jesu. Zum anderen aber auch ganz allgemein, denn wie heißt es so schön: Ein Jesusfilm kann nur dann gut sein, wenn Jesus selbst nicht der (einzige) Mittelpunkt des Films ist, weil man ja das „Ende des Films“ kennt :-)

Damit wurde die Rolle der heiligen Maria Magdalena am 10. Juni 2016 endlich zumindest teilweise wieder aufgewertet und sie den Aposteln gleichgestellt. Vor der vor allem seit Papst Gregor einsetzenden Abwertung der Maria Magdalena war sie nämlich schon in der Kirche der ersten Jahrhunderte als Apostelgleiche verehrt worden
und bereits Bischof Hippolyt von Rom hab ihr im 3. Jahrhundert den Titel: Apostola apostolorum – „Apostelin der Apostel“.

Vielleicht hat (uns in) der Kirche lange die Weisheit gefehlt, die großen Gestalten unseres Glaubens, die tiefgläubigen WeggefährtInnen Jesu richtig zu betrachten.

Weisheit zu erlangen ist ja nun auch nicht ganz einfach :-)

Im Text der ersten Lesung des kommenden 17. Sonntags im Jahreskreis, im 1. Buch der Könige (hier kann ich leider schlecht KönigInnen sagen...), Kapitel 3, Verse 5.7-12, geht es um diese Weisheit, um die darin König Salomo bittet.

Vielleicht hilft uns die Weisheit des Lebendigen Gottes, unsere Perlen des Glaubens, unsere Schätze im Acker des Lebens und des Glaubens (wieder) zu entdecken und tiefer zu verstehen. Vom Schatz im Acker erzählt das Matthäus-Evangelium, Kapitel 13, Verse 44-52

Lesen Sie dazu die oben genannten biblischen Texte und/oder den Text der zweiten Tageslesung, aus dem Römerbrief, Kapitel 8, Verse 28-30 in innerlicher Verbundenheit zu unseren Gemeinden und schließen mit dem Vater Unser.

Ihr Markus Boos, Pastoralreferent
 

 

Hier noch ein paar Informationen:

  • Dank Spenden aus der Gemeinde haben wir zu Gottesdienstbeginn in der Regel eine ausreichende Anzahl an Mundschutzmasken vorrätig. Sie brauchen also nicht extra wieder nach Hause zu fahren, wenn Sie ihre Maske vergessen haben :-)

  • Mit Beginn der Sommerferien ist die Kirche Hl. Ewalde „nur noch“ zu den Öffnungszeiten der Pfarrbüros geöffnet.

    In dringenden Fällen wenden Sie sich gerne an das Pfarrbüro

  • Seelsorge-Telefon für Angehörige von Corona-Erkrankten:
    0202/43 04 57 15 oder die SeelsorgerInnen unserer Gemeinden.
     

  • Gottesdienste in Funk / Fernsehen / Internet: www.domradio.de überträgt täglich um 8.00 Uhr und 18.30 Uhr die Messe aus dem Kölner Dom. An Sonntagen wird um 10.00 Uhr übertragen. Unter http://www.kath-wuppertal.de wird weiterhin jeden Sonntag ab 8.00 Uhr eine Eucharistiefeier aus dem Wuppertaler Stadtgebiet ausgestrahlt. Das komplette Programm zu den Übertragungen finden Sie auf https://www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/ magazin/Live-Uebertragungen-der-Hl.-Messe-an-Sonntagen-und-Werktagen/

Sollten Sie interesse haben, das Wort zum Sonntag per E-Mail zu erhalten, dann melden Sie sich bitte formlos per E-Mail prboos(a)hedwig-st.de. Selbst verständlich gelten unsere Datenschutzregeln.

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Stand: 24.07.2020